Der Tragling

Definition Tragling

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Den Begriff "Tragling" prägte der Biologe Professor Bernhard Hassenstein 1970. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es nur die beiden Jungentypen "Nestflüchter" und "Nesthocker". Junge von Primaten gehören aber weder zu den Nestflüchter noch zu den Nesthocker. Sie passen zu keiner dieser zwei Definitionen. Trotz ihrer äusseren Reife können sie sich nicht selbständig fortbewegen und müssen demzufolge von der Mutter getragen werden.
„Ihr allgemeiner Entwicklungsstand entspricht dem des Nestflüchters (...) ihr Beinskelett ist jedoch so beschaffen, dass die Handflächen, ebenso die Fußsohlen (anders als bei den Lauftieren) in der Normalhaltung einander zugekehrt sind, so dass Finger und Zehen ins Fell des tragenden Elterntieres greifen können.“ [B. Hassenstein, „Der menschliche Säugling –Nesthocker oder Tragling“,1992]

 Man unterscheidet zwei Arten des Traglings: Den passiven Tragling und den aktiven Tragling.
„Alle Traglinge sind an das ständige Mitgenommenwerden angepasst. Beteiligen sich die Jungen nicht am Tragen spricht man von passiven Traglingen wie beispielsweise Kängurus…Halten sie sich dagegen selbst an der Mutter fest, spricht man vom aktiven Tragling….Aktiv mit Händen und Füßen am Körper anklammern, kann sich der menschliche Säugling jedoch nicht….Doch es gibt Verhaltensweisen und anatomische Besonderheiten, die die aktive Beteiligung des Säuglings am Tragen belegen.“ [Kirkilionis, „Ein Baby will getragen sein“, 1999]

 

 

 

 

 

 

Der Tragling
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