Der Sling: Tragetuch mit Ringen
Sling
Aktualisiert (Montag, den 24. Mai 2010 um 20:18 Uhr) Geschrieben von: Administrator Freitag, den 16. April 2010 um 09:33 Uhr
Der Sling ist schnell, einfach und unkompliziert.
Der Sling ist eigentlich ein kurzes Tragetuch mit zwei Ringen an einem Ende. Durch diese wird der Stoff gezogen und somit entsteht ein Beutel. In diesem Beutel trägt man das Kind.
Der Sling wird um die Schultern gelegt und das Baby oder das Kleinkind wird hineingesetzt. Dann wird das Tuch Strähne für Strähne angezogen und schon sitzt alles.
Ob der Sling nun selber genäht oder gekauft, mit oder ohne Falten ist, entscheidet der Träger individuell für sich. Das Selbe gilt auch, ob man den Sling nun normal oder gekippt trägt.
Die meistern Tragetuchfirmen haben einen eigenen Sling im Sortiment. So hat zum Beispiel Didymos den Ringsling mit Scherenfaltung oder gerafft ohne Faltung. Die Firma Storchenwiege und Hoppediz bieten ihre Slings ohne Faltung an. Über die Trage- und Tucheigenschaften der Slings erfahren Sie mehr bei den Tragetüchern.
Dann gibt es noch die Fächerfaltung. Diese wird aber von keiner mir bekannten Firma angeboten. Diese muss selber genäht werden.
Es gibt auch unterschiedliche Längen und Ausführungen mit Taschen. Nach meiner Meinung reichen da 1,80 Meter für eine normal gebaute Frau sehr gut.
Den Sling empfehle ich an Stelle eines kurzen Tuches für die Hüfttrage. Mit diesem kann man sehr schnell, einfach und sehr genau das Kind einbinden, oder besser gesagt, an sich festziehen.
Da aber die Belastung doch sehr einseitig und auf der Schulter ist, eignet sich der Sling nicht für längeres Tragen.
Die verschiedenen Faltungen
Die Raffung
Sehr einfach und sehr gut zum strähnchenweisen Festziehen. So genau geht es bei keinem anderen, weil keine Falten oder Nähte stören.
Die Ringe können da platziert werden, wo man möchte. Somit sehr viel weiter oben als bei den Faltungen.
Diese Art finde ich für Anfänger sehr gut. Ausserdem kann man damit sehr gut und bequem gekippt tragen. Die Auffächerung kann individuell an den Träger und dessen Körperbau anpassen.
Die Breite ist also variabel.
Für den ersten Sling würde ich einen ohne Faltung empfehlen.
Wird von Storchenwiege, Didymos und neu auch Hoppediz so verkauft.
Die Scherenfaltung
Die Scherenfalung wirkt einach wunderschön. Der Stoff springt so richtig toll auf und macht ein super schönes Bild.
Der Stoff bei den Ringen ist aber durch diese Faltung recht dick und es kann sperrig wirken. Zudem hat man einen längeren Steg zwischen den Ringen und der Öffnung der Faltung. Somit trägt man die Ringe weiter unten als mit der Raffung.
Die Fächerfaltung
Sieht sehr aufgeräumt und schön aus. Durch die Falten ist der Stoff bei den Falten gleich dick: Dreilagig.
Dadurch ist aber die Form und die Grösse der Auffächerung vorgegeben. Man ist nicht so flexibel und kann die Breite nicht individuell anpassen. Die Ringe müssen weiter unten auf der Brust platziert werden, da sonst die Auffächerung nicht richtig funktioniert. Die Kopf- und Pokante kann durch die fixe Auffächerung weniger genau angezogen werden.
Wird diese Faltung klassisch genähnt, hat es eine zweite Naht hinter der Achsel und dadurch ist es sehr viel schwieriger gekippt zu tragen. Darum lasse ich die zweite Naht meisten weg, damit man auch gekippt tragen kann.
Wir von keinem Hersteller angeboten, muss selber genäht werden.
Einsatz
Der Sling kann ab dem ersten Tag bis zirka zum dritten Geburtstag gebraucht werden. Mit dem Sling kann auf der Hüfte (hauptsächlich), vor dem Bauch und auch auf dem Rücken getragen werden.


